Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Aus der Diskussion unter http://www.kunsthandwerkerportal.de/forum/viewtopic.php?t=1156&start=60 ergibt sich die Frage:

Wie gehe ich mit Kunsthandwerkern als Aussteller juristisch um.

Was ist nötig und was überflüssig ?

Die Diskussion zwischen Speckstein Werkstatt und Rosenberg zeigt auf, dass es Schmerzgrenzen bei Kunsthandwerkern gibt, welche nicht bereit sind Verträge zu unterzeichnen mit Formulierungen wie sie unter Händlern üblich sind.

Das zeigt Ängste und Unsicherheiten bei beiden Seiten auf.

Was ist wirklich nötig und was überflüssig ??

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Hallo Herr Burger,

die Idee finde ich sehr gut, denn so können Aussteller und Veranstalter sagen, wozu sie bereit sind oder auch nicht.

In den AGB's sind immer sehr viele Formulierungen, die eher abschrecken. Auch wenn es üblich sein mag und nie vorkommt, irgendwann ist immer das erste Mal und dann steht man da.

Ich verteufel nicht die AGB's, sie sind notwendig, denn es gibt immer schwarze Schafe auf beiden Seiten und da muss man abgesichert sein.

Für mich wirft sich die Frage auf: Warum braucht ein Veranstalter nur 5 Punkte in den AGB'S und ein anderer 16 Punkte, wobei beide langjährige Erfahrungen als Veranstalter haben.

Ich denke das sich auch vieles relativiert, wenn man einen Veranstalter/Aussteller länger kennt.

LG Angie

Re: Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Peter Burger wrote:
Aus der Diskussion unter http://www.kunsthandwerkerportal.de/forum/viewtopic.php?t=1156&start=60 ergibt sich die Frage:

Wie gehe ich mit Kunsthandwerkern als Aussteller juristisch um.

Ich vermute, Sie meinen "als Veranstalter"? Wobei es durchaus auch eine gute Frage wäre, wie Aussteller mit Kunsthandwerkern umgehen... lol

Quote:
Was ist nötig und was überflüssig ?

Die Diskussion zwischen Speckstein Werkstatt und Rosenberg zeigt auf, dass es Schmerzgrenzen bei Kunsthandwerkern gibt, welche nicht bereit sind Verträge zu unterzeichnen mit Formulierungen wie sie unter Händlern üblich sind.

Das zeigt Ängste und Unsicherheiten bei beiden Seiten auf.

Was ist wirklich nötig und was überflüssig ??

Da bin ich auch gespannt - als ausgebildeter Kaufmann.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Speckstein Werkstatt wrote:

In den AGB's sind immer sehr viele Formulierungen, die eher abschrecken. Auch wenn es üblich sein mag und nie vorkommt, irgendwann ist immer das erste Mal und dann steht man da.

So - und dann nenne mal ein Beispiel, das abschreckt... Würde mich sehr interessieren.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Was mich unter anderem abschreckt bei den AGBs
Wenn ich bei einem Markt 50,00 ( in Worten -- fünfzig-- ) Müllpauschale bezahlen soll, nur um die Gebühren künstlich hochzutreiben.
Wenn auf einem Markt die Standgebühren angeblich gesenkt wurden, um dann in einer Bewachungspauschale wieder aufzutauchen.
Es fällt mir garantiert noch mehr ein, je länger ich darüber nachdenke.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Als Veranstalter bekam ich auch schon Hallenverträge zugeschickt, bei denen mir zunächst die Luft etwas weg blieb. Aber ich musste sie dann doch unterzeichnen, sonst hätte ich die Halle nicht bekommen. In 95 % der Fälle waren dies nur vorsorgliche Klauseln, welche zum Glück nie wirksam werden mussten. Ich erlebte allerdings auch Fälle, welche ich mir lieber erspart hätte und aus diesen Erfahrungen bin ich dann vorsichtiger geworden.

Letztlich hat viel mit Vertrauen zu tun und wenn einem der Vermieter sympathisch ist, unterschreibt man leichter einen Vertrag mit vielen vorsorglichen Klauseln, welche einem zunächst Kopfschmerzen bereiten. Confused

Meine Allgemeinen Bedingungen resultieren aus den Hallenverträgen und den Erfahrungen früherer Märkte. Diese wurden juristisch überprüft und werden von Zeit zu Zeit angepasst.
Glücklicherweise musste ich nur selten darauf zurück greifen, da die Mehrheit meiner Aussteller liebe und ehrliche Menschen sind. Aber es gab dazwischen auch ein paar "linke Vögel", wo ich dann froh war, dass ich klare und eindeutige Allgemeinen Bedingungen habe.

Da man an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert ist, findet man in komplizierten Fällen meistens einen Kompromiss, mit dem beide Seiten leben können. Daher müssen die Inhalte der Allgemeinen Bedingungen selten wirklich deutlich angemahnt werden. Aber diese sind letztlich die Grundlage der Zusammenarbeit. Nur hatte ich manchmal den Eindruck, dass diese zwar unterzeichnet aber vorher nicht gelesen wurden. :roll:

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Marie wrote:
Was mich unter anderem abschreckt bei den AGBs:
Wenn ich bei einem Markt 50,00 ( in Worten -- fünfzig-- ) Müllpauschale bezahlen soll, nur um die Gebühren künstlich hochzutreiben.

In meinen Allgemeinen Bedingungen steht:

"Jeder Aussteller hat seinen persönlichen Abfall selbst zu entsorgen und seinen Standplatz besenrein sauber zu verlassen. Für zurückgelassenen Abfall werden dem Aussteller pauschal Euro 25 berechnet."

Nichts ist unschöner, als zum Ende des Marktes den Müll der Aussteller einsammeln zu müssen und dann an den Hallenvermieter die Entsorgungsgebühr bezahlen zu müssen.
Es gibt leider einzelne Ferkel, welche aus Frust oder mangelndem Benehmen am Ende des Marktes ihren Müll zurücklassen.
Stellt man dann denen nachträglich die Müllgebühr in Rechnunf, muss man diese dann einklagen, da dieser meist freiwillig nicht bezahlt.
Eine leidige und unschöne Sache, welche keine Freude macht.
Von daher verstehe ich Veranstalter, welche sich diese Gebühren lieber vorab holen.
Ob Euro 50 da gerechtfertigt sind ??

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Vielleicht könnten der Veranstalter, genauso wie auch der KHwler, beiderseits Name und Nummer der Haftpflichtversicherung angeben, damit wäre ja im Schadensfall beiden gedient. Das wird bei einigen Märkten ,die ich kenne ,so gehandhabt. Ich krieg bloß die Krise, wenn das nur von den Ausstellern verlangt wird. Es gab schon Fälle, bei denen sich Aussteller aufgrund mangelnder Sorgfalt seitens des Veranstalters ( Stromkabel,etc.)verletzt haben und ein Vierteljahr Verdienstausfall hatten. Bei einem dieser Fälle wurde dem Aussteller erklärt, er solle sich nicht so anstellen. Na, ist das nicht wunderbar ??

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Noch eine Bemerkung
Ich persönlich nehme meinen Müll, sofern vorhanden, immer mit.
Aber manche Aussteller denken sich vielleicht, wenn ich ohnehin diese Pauschale schon gezwungenermaßen bezahlt habe, dann laß ich den Müll auch dort, ist doch ohnehin egal, ob ich den Müll mitnehme oder nicht.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Peter Burger wrote:
Marie wrote:
Was mich unter anderem abschreckt bei den AGBs:
Wenn ich bei einem Markt 50,00 ( in Worten -- fünfzig-- ) Müllpauschale bezahlen soll, nur um die Gebühren künstlich hochzutreiben.

In meinen Allgemeinen Bedingungen steht:

"Jeder Aussteller hat seinen persönlichen Abfall selbst zu entsorgen und seinen Standplatz besenrein sauber zu verlassen. Für zurückgelassenen Abfall werden dem Aussteller pauschal Euro 25 berechnet."

Nichts ist unschöner, als zum Ende des Marktes den Müll der Aussteller einsammeln zu müssen und dann an den Hallenvermieter die Entsorgungsgebühr bezahlen zu müssen.
Es gibt leider einzelne Ferkel, welche aus Frust oder mangelndem Benehmen am Ende des Marktes ihren Müll zurücklassen.
Stellt man dann denen nachträglich die Müllgebühr in Rechnunf, muss man diese dann einklagen, da dieser meist freiwillig nicht bezahlt.
Eine leidige und unschöne Sache, welche keine Freude macht.
Von daher verstehe ich Veranstalter, welche sich diese Gebühren lieber vorab holen.
Ob Euro 50 da gerechtfertigt sind ??

Zum Thema Müll hat ein Veranstalter den ich kenne eine, wie ich meine, gute Lösung gefunden. Die Austeller zahlen mit den Standgebühren 20 € Kaution, die sie am Ende des Marktes wieder bekommen. Es wird eine Platztkontrolle durchgeführt.

lg Angie

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Marie wrote:
Vielleicht könnten der Veranstalter, genauso wie auch der KHwler, beiderseits Name und Nummer der Haftpflichtversicherung angeben, damit wäre ja im Schadensfall beiden gedient.

Nur wie soll ich als Veranstalter überprüfen, ob die Prämie auch bezahlt ist und die Versicherung noch aktiv.
Wenn einer betrügen will, bietet dies keine Sicherheit. Daher lasse ich mir das durch die Allgemeinen Bedingungen absichern und wie der Aussteller das dann regelt geht mich nichts an.

Marie wrote:
Es gab schon Fälle, bei denen sich Aussteller aufgrund mangelnder Sorgfalt seitens des Veranstalters ( Stromkabel,etc.)verletzt haben und ein Vierteljahr Verdienstausfall hatten. Bei einem dieser Fälle wurde dem Aussteller erklärt, er solle sich nicht so anstellen. Na, ist das nicht wunderbar ??

Da bei mir Stromkabel sicher abgeklebt werden, hatte ich derartiges glücklicherweise nicht.
Aber ich erlebe immer wieder, dass Aussteller anstatt vorher zu fragen einfach ein Kabel über den Gehweg der Besucher legen und dies nicht oder ungenügend abkleben. Da bekomme ich dann immer einen Koller und "springe im Dreieck" lol:

Stromkabel sind auch so ein Thema, wenn ich erlebe was da oft für Kabel mitgebracht werden, welche keiner Din-Norm entsprechen. Da kenne ich keinen Spass und es wird sofort entfernt.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Speckstein Werkstatt wrote:

Zum Thema Müll hat ein Veranstalter den ich kenne eine, wie ich meine, gute Lösung gefunden. Die Austeller zahlen mit den Standgebühren 20 € Kaution, die sie am Ende des Marktes wieder bekommen. Es wird eine Platztkontrolle durchgeführt.

lg Angie

Darüber habe ich auch schon nachgedacht, scheue einfach den Abwicklungsaufwand am Ende eines Marktes.

Zum Glück sind es immer nur Einzelfälle und da gebe ich den Hausmeistern ein ordentliches Trinkgeld und dann erledigen dieses das für mich. Diese Einzelfälle nehme ich dann nicht mehr an.

Aber es ist ärgerlich und unschön.
Die Mehrheit meiner Aussteller nimmt ihren Müll mit und entsorgt diesen dann unterwegs an einer Autobahnraststätte. Wink:

Re: Im Umgang mit Kunsthandwerkern

TKM wrote:
Wobei es durchaus auch eine gute Frage wäre, wie Aussteller mit Kunsthandwerkern umgehen... lol

Das verstehe ich nicht?

Welche Aussteller mit Kunsthandwerkern.
Denn die Kunsthandwerker sind auf Märkten doch die Aussteller. :roll:

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Dennoch verstehe ich nicht, wenn alle der Meinung sind das beide Seiten abgesichert sein müssen für den zum Glück seltenen Fall der Fälle. Und jeder einsieht das man pünktlich bezahlt und seinen Müll wegräumt wo das Problem ist dies schriftlich fest zu halten.

Gruß Franz

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

@ Peter Burger! Es soll auch Veranstalter geben, die auf dem letzten Loch pfeifen, da kann ich als Ausstellerin auch nicht überprüfen,ob die Versicherungsprämie bezahlt ist. Warum wird nur von uns der Nachweis verlangt ??

Und eigentlich ist diese Diskussion auch müßig,denn jeder von uns, denke ich, entscheidet sich aus unterschiedlichen Gründen für bestimmte Märkte.
Und nochmal gesagt Das Angebot an Märkten ist groß, daher sollte man sich die Zeit nehmen, die AGBs zu lesen und wenn diese einem nicht passen,---- einfach nicht hingehen ---. wink wink wink

Re: Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Peter Burger wrote:
TKM wrote:
Wobei es durchaus auch eine gute Frage wäre, wie Aussteller mit Kunsthandwerkern umgehen... lol

Das verstehe ich nicht?

Welche Aussteller mit Kunsthandwerkern.
Denn die Kunsthandwerker sind auf Märkten doch die Aussteller. :roll:

Ach Peterle! Sie haben doch sich verschrieben - was ich machte, war nur Ihr Verschreibsel aufzugreifen und veräppeln - ein bisschen ironisch... Denn oft sind halt Aussteller keine Kunsthandwerker - oder Kunsthandwerker keine Aussteller, wie immer man es drehen soll... Wink:

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Aber um auch noch ernst zu werden: Ich bin der Meinung, dass man inzwischen gelernt haben sollte, dass jeder für seinen Müll selbst verantwortlich ist. Das gilt auch für Freiluftmärkte. Ich weiß von einigen Märkte - oder wurde von den Veranstaltern drauf aufmerksam gemacht - dass einige Gemeinden grundsätzlich nicht mal gegen Bezahlung bereit wären, Müll von Veranstaltungen, die nicht von ihnen selbst organisiert sind, zu entsorgen. Außerdem weiß ich durch Veranstaltungen in meinem Wohnort, was es kostet, wenn z.B. Vereine ihren auf Festen gesammelten Müll entsorgen müssen. Wenn das auf Standgebühren umgelegt würde, wäre es realistisch gesehen ziemlich unglaublich! Deshalb denke ich schon auch, es ist für keinen Kollegen problematisch, den eigenen Müll auf dem Weg nach oder eben zu Hause zu entsorgen.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Warum kann man hier nicht editieren?

Egal.

Was ist übrigens mit Haftungsausschluss? Der Veranstalter hat dies vermutlich sinniger Weise in seinen Statuten drin - wenn möglich juristisch abgesegnet. In dem Fall ist er nicht haftbar für Dinge, die z.B. durch Stromkabel oder umkippende Pavillons (gab es auch schon) oder so passieren. Oder Autos, die Kunden umfahren.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Marie wrote:
@ Peter Burger! Es soll auch Veranstalter geben, die auf dem letzten Loch pfeifen, da kann ich als Ausstellerin auch nicht überprüfen,ob die Versicherungsprämie bezahlt ist. Warum wird nur von uns der Nachweis verlangt ??

Da Sie mich namentlich mit Ausrufezeichen ansprechen der Hinweis, dass ich derartiges noch nie verlangt habe und nicht aus dem letzten Loch pfeife.

Und wenn Ihnen die Diskussion müssig ist, müssen Sie sich daran ja nicht beteiligen. Wink:

Re: Im Umgang mit Kunsthandwerkern

TKM wrote:

Ach Peterle! Sie haben doch sich verschrieben - was ich machte, war nur Ihr Verschreibsel aufzugreifen und veräppeln - ein bisschen ironisch... Denn oft sind halt Aussteller keine Kunsthandwerker - oder Kunsthandwerker keine Aussteller, wie immer man es drehen soll... Wink:

Da ich mich hier weder Peterle nennen lasse und die Kindereien wieder beginnen, beende ich hier absofort wieder meine Mitwirkung.
Ich bin nicht bereit hier die Schiessbudenfigur für feige anonyme Poster zu sein !!!

Re: Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Peter Burger wrote:
TKM wrote:

Ach Peterle! Sie haben doch sich verschrieben - was ich machte, war nur Ihr Verschreibsel aufzugreifen und veräppeln - ein bisschen ironisch... Denn oft sind halt Aussteller keine Kunsthandwerker - oder Kunsthandwerker keine Aussteller, wie immer man es drehen soll... Wink:

Da ich mich hier weder Peterle nennen lasse und die Kindereien wieder beginnen, beende ich hier absofort wieder meine Mitwirkung.
Ich bin nicht bereit hier die Schiessbudenfigur für feige anonyme Poster zu sein !!!

Humor ist nicht jedem gegeben, offensichtlich.

Re: Im Umgang mit Kunsthandwerkern

TKM wrote:

Humor ist nicht jedem gegeben, offensichtlich.

Humor wird sehr unterschiedlich empfunden.
Ich mag keinen Humor auf Kosten von Dritten.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Und täglich grüßt das Murmeltier........

Wieder mal ein interessantes Thema totgesabbelt Evil: Evil: Evil:

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Das war ja abzusehen!!!

So läuft doch das hier immer, sobald jemand eine andere Meinung vertritt,es wagt einen kleinen Scherz zu machen, spielt Herr Burger die beleidigte Leberwurst.

Mir stellt sich die Frage warum das so ist. roll roll roll

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

@ Peter Burger !
Dass ich Sie namentlich angesprochen habe, bezog sich auf Ihre !!! Antworten hier in dieser Rubrik.
Wieso sollte ich Ihnen unterstellen , Sie würden auf dem letzten Loch pfeifen ?? ? ? ?

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Marie wrote:
@ Peter Burger !
Dass ich Sie namentlich angesprochen habe, bezog sich auf Ihre !!! Antworten hier in dieser Rubrik.
Wieso sollte ich Ihnen unterstellen , Sie würden auf dem letzten Loch pfeifen ?? Confused: Confused: Confused:

Der direkte Bezug las sich etwas eigenartig. Hätten Sie neutral geantwortet wäre es mir klar gewesen.

Oke, nun haben Sie es klar gestellt. Danke

@Rosenberg: So läuft es hier leider immer wieder. Die Stammuser hier schaffen es nicht sachlich am Thema zu bleiben. Daher kommt selten was positives dabei rauss.
Mein Versuch im neuen Jahr ist schnell gescheitert und daher schweige ich nun wieder und lese nur gelegentlich amüsiert mit.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Du kommst wieder. Zeit läuft... Wink:

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Mich würde ehrlich gesagt auch immer noch interessieren, welche Paragraphen Ihr in einer Markt-AGB für überflüssig haltet?

Was haltet Ihr von den Vorauszahlungen, wie sie von fast allen Veranstaltern gefordert werden? Manche verlangen die Gelder bereits Monate im Voraus, bis zu einem halben Jahr, andere 6 Wochen - ist das gerechtfertigt?

Was wenn Ihr womöglich sogar mit der Anmeldung Geld bezahlen müsst - dass eventuell verrechnet wird, oder auch nicht? Das der Veranstalter sogar behält, wenn Ihr zurücktretet oder er Euch nicht nimmt?

Gibt es - kennen einige.

Was von Rücktrittsklauseln? Warum erdreisten sich manche Veranstalter, einen Zeitraum festzulegen, nach dem man nicht mehr zurücktreten kann?

Was von der unverschämten Klausel, dass Standgebühren auch bei Nichterscheinen fällig werden?

Schließlich - wenn ich Schnupfen habe, es regnet oder ich nicht aus dem Bett komme, will ich nicht auf einen Markt fahren. Warum soll ich dafür auch noch bezahlen?

Also - Antworten fände sicher nicht nur der aktive Veranstalter hier interessant - auch ein paar passiven könntet Ihr die Meinung geigen....

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Ich meine,sollte man bei einem Markt nicht erscheinen,ohne Angabe von Gründen finde ich es schon richtig,wenn das bereits gezahlte Standgeld einbehalten wird.Einfach,weil es den anderen Gegenüber unfair ist,wenn Standplätze leer stehen,oder umsonst reserviert sind.

ABER,jeder kann krank werden,oder andere unvorhergesehene Dinge können eintreten.Mit ärztlichem Attest sehe ich nicht ein warum ich mein Geld nicht zurück bekomme.

Zur Rücktrittsklausel müsste es einheitliche Regelunen geben,und 4 Wochen vorher,sollte man ohne großartigen Geldverlust zurücktreten können.

Was mich enorm bei vielen Veranstaltungen stört sind die hohen Anmeldegebühren. Was macht denn ein Veranstalter mit 100€ Anmeldegebühr roll roll roll

Ist das vielleicht das Porto oder der Stundenlohn??? Cool Cool

Ich hab oft das Gefühl,daß wir Aussteller das größere Risiko tragen
Kann sein das ich mich irre,aber so isses

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Anmeldegebühr? Zusätzlich zu den Standgebühren? Das hatte ich noch nie...

Wer macht das?

Aber ich weiß schon, das wirst Du nicht verraten....

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Wir z.B. wollen diesmal auch die Standgebühr im voraus, das hängt damit zusammen, den Überblick über das Budget zu behalten. Und wenn dann kurz vor Marktbeginn jeder kommt und geht wie er lustig ist fällt man mit seinem Budget hinten über.

Eine gewisse Sicherheit der Einnahmen halte ich für fair.

Gruß Franz

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

@ TKM, ist kein Geheimnis,auf allen Gartenveranstaltungen wird so eine Gebühr fällig,Bei den einen 100€,bei anderen sogar 200€,dazu kommt eine Werbekostenpauschale(die beim Aufwand der Werbung gerechtfertigt ist),und die eigentliche Standgebühr. roll roll

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Siehste Franz,genau das ist der Punkt,ihr wollt diese "gewisse" Sicherheit,
und wir haben diese Sicherheit nicht.
Wenn dann ein Veranstalter nur kassiert,und damit meine ich NICHT euch,und wenig dafür tut, z.B. Werbung,Organisation usw, sind wir die Dummen.

Deswegen bin ich für eine Anzahlung von 50%, einfach um auch mal dem Veranstalter zu zeigen,tu was für dein Geld.
Gute Veranstalter lassen sich darauf ein,weil sie erstens ihren Job gut machen,und zweitens danach ihr Geld bekommen.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

@Justar

Da muß ich dir wohl Recht geben, aber aufgrund der medialen Möglichkeiten die zur Verfügung stehen, sollten sich solche Veranstalter doch schnell vom Markt drängen lassen oder ? Ich bin mit meinem Betrieb seit 4 Jahren auf dem Markt und wenn da mal eine Primel nicht in Ordnung war die wir gepflanzt haben, dann geht das schnell durch´s ganze Dorf.

Obwohl ich das mit der Anzahlung gut finde, frage ich mich ob das funktioniert. Wenn ein Veranstalter alles erdenkliche getan hat um einen Markt zu bewerben und dennoch die Besucherzahl bzw. der Umsatz gering ausfallen, zahlt der KHW dann trotzdem freiwillig den Rest ?

Mann könnte aber in dem Vertrag auch Pflichten des Veranstalters aufnehmen. Der KHW zahlt z.B. an, und der Veranstalter verpflichtet sich diese und jene Werbung zu machen. Ist der Markt wie vereinbart beworben, zahlt der KHW den Rest und die Forderung kann dann auch geschäftsüblich eingefordert werden.
Ich weis ja nicht ob das möglich ist, aber die Veranstalter könnten ja eine Art Marktprofil erstellen. Hier kann der KHW nachlesen, wie oft ein Markt stattgefunden hat, wieviele Besucher ca., wieviele Stände im durchschnitt etc. Mit Hilfe eines Punktesysthems könnten die KHW sogar den Umsatz bewerten ohne Zahlen Preis zu geben.
Dies alles sollte das Risiko beider Seiten doch etwas mindern, oder ?

Gruß Franz

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Oh oh, :shock:

Hoffentlich will keiner das Profil von unserem Markt. lol

Aber es war ja der erste...... und dafür glaub ich ganz o.k.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

eigentlich ganz einfach, die Hälfte der Veranstaltungen, die ich anfahre, zahle ich im Voraus. Sind nie mehr als 100.- Die andere Hälfte schickt die Rechnung erst nach der Veranstaltung oder kassiert vor Ort. So teure Dinger mach ich nicht, da arbeitet man nur für den Umsatz von irgendwem, nicht für den eigenen Profit, der bleibt doch der gleiche, nur die Arbeit war mehr.
Bei den Summen ist mir ne Vorauszahlung dann auch egal.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

@ Franz, ist ne gute Idee,allerdings sollte so ein Profil von Besuchern und Ausstellern erstellt werden. Wenn die Veranstalter ihren eigenen Markt beurteilen müssen, könnten da nicht sehr repräsentative Profile bei rauskommen.Dann stellt sich immer noch die Frage,wo kann man das Ergebnis nachlesen.I don't know
roll roll roll
Die einzige Umfrage von Besuchern hab ich bisher nur bei Peter Burger gelesen.
Ach ja, der Marktplaner bewertet auch,ist aber mit Vorsicht zu geniesen,
keine Ahnung wer da diverse Beurteilungen erstellt.

Im Endeffekt gibts eigentlich keine Sicherheit ,jeder muss selbst austesten,welcher Markt gut oder schlecht ist.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

JuStar66 wrote:

Im Endeffekt gibts eigentlich keine Sicherheit ,jeder muss selbst austesten,welcher Markt gut oder schlecht ist.

Stimmt zwar, aber hilfreich ist dennoch die Aussage verschiedener Kolleginnen und Kollegen.

Einen allein sollte man nicht als Maßstab nehmen, denn es gibt immer wieder Leute, die auf allen Märkten gut und andere, die immer schlecht umsetzen. Doch ein Querschnitt könnte schon hilfreich sein.

Eigentlich ist ja das Forum hier dazu gedacht - meinte ich wenigstens - doch das klappt nicht. Ich kann jedoch verstehen, dass man sowas lieber im persönlichen Gespräch klärt - wenn man weiß, wem man den Tipp gibt. Ich wollte hier auch keine guten oder schlechten Tipps geben, denn dazu gibt es viel zu ungute Aussagen hier, die ernstgemeinte Bewertungen kaputt machen würden.

Also - ich denke, der einzig sinnvoll Hinweis ist das Gespräch mit den Kollegen - und dann, wie JuStar66 schreibst - selbst ausprobieren.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Natürlich soll das Profil von Besuchern und Ausstellern erstellt werden. Am Ende eines Marktes würden dann die Fragebögen eingesammelt und ausgewertet. Mit einem kleinen Gewinnspiel lassen sich auch die Besucher zum ausfüllen einer Bewertung animieren.
Ich glaube wenn ein Veranstalter daran manipuliert, fällt das schnell auf und der Veranstalter fällt böse auf den Bart damit.
Zumal er sich damit ja selbst bescheisst. Wenn mir die Kunden sagen da ist was nicht in Ordnung, dann tu ich alles um die Zufriedenheit und das Vertrauen wieder zu erlangen.
Das Profil kann auf der Homepage des Veranstalters veröffentlicht werden.

Ich würde sogar soweit gehen, einen Wettbewerb auszurufen, wo sich die Veranstalter unabhängig unter die Lupe nehmen lassen. Und der "Gewinner" wird nach einem Geschäftsjahr ermittelt. Aber nicht nur die Bemühungen bezüglich Werbung sollte prämiert werden, sondern vielmehr innovative Ideen die zum Erfolg eines Marktes führten. Diese "Testberichte" könnte man sogar in einer Art Zeitschrift veröffentlichen. Als Denkanstoß könnten die Veranstalter in dieser Zeitschrift auch mal einen Schadensbericht aufführen der durch Aussteller verursacht wurde.

Man man man, da haben KHW und Veranstalter so eine starke Lobby und alles was passiert ist sich gegenseitig an zu pflaumen im Netz. Führt doch einfach von der Standgebühr der KHWM einen Euro ab und finanziert damit ein Fachblatt wo Mißstände aufgeführt werden und Erfolge gekrönt werden und schon sind wir dem Miteinander ein Stück näher.
Kein KHW kommt ohne Veranstalter aus und andersrum geht´s auch nicht.

Also lasst uns an einem Strang ziehen..... AMEN

Gruß Franz

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Das war seit Monaten der beste Beitrag, den ich so voll und ganz mittragen werde.

Bloß bräuchten wir dafür mehr Veranstalter, die sich auch daran beteiligen würden. roll roll

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Hallo Franz,
dein Ansinnen ist ja aller Ehren wert. Aber jedes Ideal hat sein Problem. Das Faltblatt muß ja nicht gefaltet sein, sondern kann-noch besser- im Netz stehen! Ich bin da über ein Marktbewertungsforum bei den Töpfern gestolpert, die das versuchen. Allerdings mit viel zu geringer Beteiligung und bei der ersten Kritik ein Veranstalter, der Schaum vor dem Mund trägt. Die Idee ist schön, aber....

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Das Faltblatt bzw. Zeitschriftchen hätte den Vorteil, man könnte auch Werbeanzeigen verkaufen. Und sollte da ein Überschuß entstehen, würde ich den caritativen Zwecken zukommen lassen. Das erhöht auch die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden und man löst sich von dem Vorwurf käuflich zu sein.
Find ich zwar nicht gut aber mit einem Wir helfen anderen Stempel (heist für mich: wirb mit Waisen etc. und du hast Erfolg ) lässt sich gute Aufmerksamkeit erregen....

So, und nu ? Könnte sich das einer Vorstellen, will einer mitmachen, wie zieht man sowas auf ?

Gruß Franz

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

@Trampelmuse

Veranstalter bzw. Aussteller die nicht Kritikfähig sind gehören weg vom Markt....

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

und eins noch, bevor mir wieder Schleichwerbung unterstellt wird. Ich bin hier nicht nur vertreten um unseren Markt zu bewerben. Ich hab einfach Bock drauf neue Ideen zu entwicklen und mich mit dem für und wieder auseinander zu setzen.
So wie der eine Spaß am Drechseln hat, Spinn ich halt gerne mal rum und manchmal führt das halt zu guten Ergebnissen.
Wie sagt der Kölner noch:"Jeder Jeck is ander´s"

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Ich bin dabei.

Vielleicht könnte man es so machen,daß alle die auf Märkte fahren,egal welcher Art, einen Bericht schreiben. Das wird z.B. bei Franz gesammelt, und 2x pro Jahr veröffentlicht, gegen Gebühr.
Dazu könnte man einen Fragebogen anfertigen,den die Mitstreiter bei ihren Kollegen, auf ihren Märkten verteilen,einsammeln und selbst auswerten. Das wär dann schon mal ne gute Grundlage für eine Bewertung. Somit hat man nicht nur die Meinung des einen Ausstellers ,sondern den von mehreren.

Zu den Punkten, Organisation,Kaufverhalten,Ambiente,usw könnte man noch den Punkt Verbesserungen reinnehmen,um zu zeigen,daß wir nicht nur draufhauen ,sondern weitermachen wollen.Ich denke auch Veranstalter sind über neue Ideen dankbar,wenn sie machbar und fair sind.

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

@ Rosenberg !

Deine letzten Beitäge kann ich auch nur unterstreichen, nur ,wo willst du die Leute hernehmen, die dieses Faltblatt auch optimal betreuen, speziell mit Anzeigenkunden / Sponsoren ? ? ? ? Die wollen was sehen für ihr Geld.

ES gibt Märkte, da werden an Aussteller und Besucher ein Flyer ausgegeben, indem einzelne Punkte bewertet werden können.
Beim Flyer für die Aussteller z. B. Organisation, Werbung, Präsenz des Veranstalters, Bewirtung,etc.
Beim Flyer für die Besucher z. B. Gesamteindruck, Warenangebot, Gastronomie,Schönster Stand und ähnliches.
Am Ende des Marktes/ Besuchs werden diese anonym in eine Box gesteckt und dann ausgewertet. Da hat sich im Laufe der Jahre einiges an Verbesserungen getan.

Wegen der Standgebühren, mir sind die Märkte am liebsten, speziell bei den teuren,bei denen ich eine Hälfte anzahle und den Rest ca. 14 Tage vor Beginn des Marktes. Und wenn ich als Frühanmelder einen Bonus bekomme, ---- auch nicht schlecht !!

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Hat jemand von Euch schon mal eine Publikation rausgebracht und weiß, wie das geht? Ich habe es gemacht - inklusive Anzeigenwerbung - und ich würde es nicht machen, ohne dafür Geld zu nehmen. Denn es ist sehr aufwändig und zeitintensiv, von Nerven ganz zu schweigen.

Soviel nur zu der Gutmenschidee, einen Überschuss caritativ zu verbraten.

Ich wünschte, hier wären ein paar mehr Kaufleute...

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Überschuss heißt nach Abzug aller Kosten, dazu gehöhren auch Aufwandsentschädigungen und falls dann noch etwas übrig bleibt....

Hat auch keiner behauptet es sei einfach !

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Rosenberg wrote:
Überschuss heißt nach Abzug aller Kosten, dazu gehöhren auch Aufwandsentschädigungen und falls dann noch etwas übrig bleibt....

Hat auch keiner behauptet es sei einfach !

Du bist doch selbständig - also, wo sind die Grenzen für "Aufwandsentschädigungen"?

Diese Frage ist übrigens auch in anderem Zusammenhang interessant: Was darf sich ein Veranstalter als "Aufwandsentschädigung", auch Gewinn genannt, berechnen?

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Ist doch toll,wenn hier einer sprüht vor Ideen, anstatt wie die meisten hier in Lethargie wegen der angebl. Wirtschaftskrise,etc. zu versinken. Das ändert doch auch nix, dieses ewige Gejammer ! lol lol lol

Um nochmal zum Thema zu kommen
Wieso machen die meisten Veranstalter so ein Geheimnis um ihre Standgebühren ?
Es wäre für mich als Aussteller schon gut, wenn ich auf der Homepage des Marktes die Standgebühren finden könnte.Das wäre doch für beide Seiten gut.
Ich brauch mich nicht bewerben und der Veranstalter muß mir keine Formulare schicken, wenn es zu teuer ist.
Außerdem sprechen sich die Standgebühren sowieso rum, ich wüßte jetzt von ca.10 Märkten die Standgebühr, ohne jemals mit diesen Märkten was zu tun zu haben. Wir Khwler reden nämlich miteinander. wink wink

Im Umgang mit Kunsthandwerkern

Aufwandsentschädigung ??
Wenn ein Veranstalter einen für mich optimalen Markt macht und das über Jahre, dann kann er meinetwegen in der goldenen Badewanne baden. Mir doch egal, es sei ihm gegönnt. wink wink wink